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Zungen-Hahnenfuß

(Ranunculus lingua)

VI — VIII Home Sümpfe, Röhrichte, Wassergräben
50 — 150 cm indigen CR
Ranunculus lingua
Synonyme: Flammula lingua, Ranunculus longifolius, Ranunculus salicifolius, Ranunculus schmidtii, Großer Hahnenfuß. Hydrophyt, coll-sm. Die lanzettlichen bis eilanzettlichen Laubblätter sind ungeteilt. Die dottergelben Blüten haben einen Durchmesser von 20 — 40 mm. Die Pflanze hat unterirdische Ausläufer, der dicke Stängel ist hohl (Lit). Die Art wird häufig in Feuchtbiotopen in Gärten gepflanzt und mancherorts auch angesalbt wie im vorliegenden Fall. Die geschützte, sehr seltene Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor. Die Wildvorkommen sind allerdings stark rückläufig, daher gilt die Art als vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Ranunculus lingua
 
 
Blüte
 
 
Blütenunterseite
 
 
Früchtchen
 
 
sitzendes Stängelblatt
 
 
Stängel
 
 
Grundblätter
Aufnahmen: 21.07.2007 Tümpel beim Halbtrockenrasen in Pucking. Mittlerweile (2020) ist der Zungen-Hahnenfuß an diesem Standort nicht mehr auffindbar.

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1099. R. Lingua L. (Grosser H.)
Wurzelstock walzlich, senkrecht, dick, hohl, quirlig-faserig, stielrunde, hohle, unterirdische Ausläufer treibend, sammt Ausläufern weiss, Stengel 2—4' hoch, aufrecht, dick, steif, stielrund, hohl, meist ästig und mehrblüthig, sammt den dicklichen Blättern bläulichgrün und kahl oder angedrücktbehaart. Blätter verlängert-lanzettlich, ganzrandig oder schwachgezähnelt, zugespitzt, die unteren kurzgestielt, die oberen sitzend, manchmal etwas sichelförmig, die der Ausläufer grundständig, elliptisch, langgestielt. Kronen ansehnlich, 1—1,5" im Durchmesser, dottergelb, glänzend. Fruchtköpfchen fast kugelig. Früchtchen zusammenangedrückt, breit berandet, kahl oder zerstreutborstlich, in einen kurzen, breiten, fast 3eckigen Schnabel verlaufend. Sehr giftig, der grösste und stärkste aller Ranunkeln.
Juli — Aug.


In stehenden Wässern, an See- und Teichrändern zwischen Röhricht, an Ufern, selten. An der Traun bei Wels, am Rande des oberen Schacherteiches hart an der Strasse von Kremsmünster, in Abzugsgräben der Wiese zwischen der Stelz- und Schenkenmühle bei Kirchdorf. Im Traunsee bei Ort. Am nordwestlichen Ende des Mondsees.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 357), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 25.03.2026

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